Laubach
Luftkurort mit
historischer Altstadt und Schloss
Basaltgepflasterte Straßen,
idyllische Ecken, plätschernde Brunnen: In den
engen Gassen stehen bis zu 500 Jahre alte
Fachwerkhäuser, die alle überragt werden vom
Schloss, das die gräfliche Familie seit dem 16.
Jahrhundert bis heute bewohnt. Neben dem Schloss
wird Laubach von der Stadtkirche, die bereits im
Jahre 1057 erstmals erwähnt wurde, überragt.
Grünemanns- und Engelsbrunnen, die verwinkelten
Ecken und Häuser im „Grünen Meer” oder das
Fachwerkensemble in der Oberen und Unteren
Langgasse sowie auf dem Marktplatz - überall in
der Altstadt finden sich Spuren
jahrhundertealter Geschichte. Dabei ist die
Stadt hinter ihren alten Mauern aber auch
lebendig und der Zukunft zugewandt. Das zeigt
sich auch an der Fülle von kulturellen und
gesellschaftlichen Angeboten, die die Stadt
Laubach weit über den heimischen,
mittelhessischen Raum bekannt gemacht haben.
Laubach – lebendige Geschichte
Wer sich der alten Residenzstadt
der ehemaligen Reichsgrafschaft zu Solms-Laubach
nähert, wird von deren anmutiger Lage
überwältigt sein. Im Bereich der Altstadt spürt
man noch jenen Hauch von Romantik, der den
idyllischen Gässchen und Winkeln ihr verträumtes
Gepräge verleiht. Die waldreiche Umgebung mit
einem einzigartigen Hainbuchenbestand bietet
alle Voraussetzungen, die an einen modernen
Luftkurort gestellt werden.
1200-jährige Historie
Laubach wurde erstmals 786 im „Brevarium
Lulli“, dem Verzeichnis der Besitzungen des
Klosters Hersfeld, erwähnt. Obwohl von der
Verleihung der Stadtrechte nichts bekannt
geworden ist, wird Laubach in der Zeit der
Stadtgründungen im Jahre 1405 erstmals als „Oppidum“
(Stadt) bezeichnet. Vom Kloster Hersfeld
erhielten die Herren von Münzenberg die Vogtei
Laubach zum Lehen. 1255 traten die Herren von
Hanau an ihre Stelle, gefolgt von den Grafen von
Falkenstein. Diese kauften die Burg und begannen
im Jahre 1341 mit dem Bau von starken
Befestigungsanlagen, deren Vollendung aber erst
im Jahre 1559 möglich war. Im Jahre 1418 kam die
Burg an die Grafen zu Solms-Laubach und wird
noch heute von der gräflichen Familie bewohnt.
1806 wurde sie schließlich in das von Napoleon
neu geschaffene Großherzogtum Hessen
eingegliedert.
Architektonisches Kleinod
Auf den Grundmauern der
ehemaligen Burg mit Teichanlagen wurde das
Schloss der Grafen zu Solms-Laubach errichtet.
Aus dem ursprünglichen Zweckbau ist im Laufe der
Zeit ein repräsentatives Wohnschloss entstanden.
Neben dem Schloss wird Laubach von der
Stadtkirche, die bereits im Jahre 1057 erstmals
erwähnt wurde, überragt. Kunstsinnige Regenten
haben in den vergangenen Jahrhunderten
unschätzbare Werte, wie beispielsweise die
historische Schlossbibliothek, angesammelt.
Laubach, jenes über 1200 Jahre alte
Residenzstädtchen ist geprägt von zahlreichen
verwinkelten Gässchen mit idyllischer
Fachwerkkulisse und einer anheimelnden
mittelalterlichen Atmosphäre. Prunkstück dieser
malerischen Kleinstadt ist das Schloss der
Grafen zu Solms-Laubach. Dort sind das
Schlossmuseum, eine der größten deutschen
Privatbibliotheken mit über 120.000 Bänden und
der malerische Schloss- und Kurpark mit
historischem Eiskeller aus dem 18. Jahrhundert
und seltenem Baumbestand zu bewundern.
Ortsteile von Laubach im Vogelsberg
Altenhain
Altenhain, ca. 380 Einwohner,
höchstgelegener Stadtteil (535 Meter).
Ersterwähnung 1306, wahrscheinlich ist der Ort
aber weit älter.
Freienseen
Freienseen, ca. 840 Einwohner,
1311 erstmals urkundlich erwähnt, hatte
jahrhundertelang die Rechte eines freien
Reichsdorfes (ab 1371 existieren entsprechende
Urkunden von Landgraf und Kaiser), die es bis
zur Eingliederung in das Großherzogtum Hessen
(1806) durch Napoleon Bonaparte in vielen
Prozessen – insbesondere gegen die Laubacher
Grafen - verteidigte.
Gonterskirchen
Gonterskirchen, ca. 830
Einwohner, in einem waldreichen Gebiet gelegen,
wurde 1239 erstmals in einer Münzenberger
Urkunde erwähnt und gehörte ab 1419 zu
Solms-Laubach.
Lauter
Lauter, ca. 880 Einwohner. 1906
verkaufte die Gemeinde Lauter ihr quellenreiches
Gebiet demLand Hessen und versorgt seither
Friedberg und Bad Nauheim sowie 34
Wetteraugemeinden mit Trinkwasser.
Münster
Münster, etwa 800 Einwohner,
gehörte bis 1803 zu Solms-Lich, wurde 1137 zum
ersten Mal erwähnt. Sein Name stammt aus dem
lateinischen „monasterium“ = Kloster.
Röthges
Röthges, 410 Einwohner, wird
erstmals 1322 in einer Arnsburger Urkunde als
„Rode juxta Wedirveldin“ erwähnt.
Ruppertsburg
Ruppertsburg, ca. 930 Einwohner,
hat eine lange Tradition der
Eisenerzverarbeitung - in der 2 Kilometer
entfernten Friedrichshütte, die Geburtsstätte
der Weltfirma Buderus ist.
Wetterfeld
Wetterfeld, ca. 1010 Einwohner,
als größter und ältester Ortsteil, wird zwischen
802 und 817 als „weterefelt“ erstmals erwähnt.
Sehenswürdigkeiten in und um Laubach im
Vogelsberg
-
Schlossmuseum:
Wie tafelten die Grafen im
Spätmittelalter? Was bekam man für einen
Schnepfenheller? Mit welchen prachtvollen
Waffen wurde vor 200 Jahren gejagt? Die
Ausstellung im Schlossmuseum ist eine
geglückte Synthese von Vergangenheit und
Gegenwart in dem bis heute bewohnten
Schloss. Die wundervoll bemalten gotischen
Räume aus dem 15. Jahrhundert lassen
Lebensgefühl und Tradition der gräflichen
Familie erahnen.
Regelmäßige Führungen vom 15. April - 31.
Oktober, mittwochs bis sonntags und
feiertags jeweils ab 15 Uhr.
Gruppenführungen und Sonderführungen auf
Anfrage unter 06405/91040 oder 06405/6340;
(Fax 06405-910427). Dauer: 1 Stunde
-
Schlossgalerie:
Im historischen Ambiente des
Schlosses gibt es seit 2002 eine
Kunstgalerie, die vom „Laubacher Kunst- und
Kulturforum" betrieben wird. Wechselnde
Ausstellungen zeitgenössischer regionaler
und überregionaler Künstler stellen die
“kunstvolle” historische Kulisse der
imposanten Schlossanlage in einen
interessanten Dialog mit zeitgenössischen
Werken.
-
Museum Fridericianum:
Das Museum Fridericianum im
großen Fachwerkhaus neben dem Rathaus bietet
einen Einblick in die mannigfaltigen
Erzeugnisse traditionellen Handwerks und
jahrhundertealter Industriegeschichte. Vor
kurzem wurde das Museum neu konzeptioniert
und gestaltet und bietet nun mit seinem
themengeführten Rundgang ein – teils
interaktives - Museumserlebnis.
Öffnungszeiten: mittwochs von 10 bis 12 Uhr
und sonntags von 14 bis 16 Uhr und nach
telefonischer Vereinbarung Tel.:
06405-921602 (Buchung und Anfragen: Frau
Rößler, Tel. 06405-7781; oder im
Heimatmuseum direkt, Tel. 06405-921602 oder
beim Tourismusbüro der Stadt Laubach, Tel.
06405-921-321)
-
Ofen- und Spenglereimuseum:
Die Geschichte, Technik und
Faszination von Gussöfen und Küchenherden
ist eines historischen Rückblicks wert. Wer
kennt sie noch? Besondere Einzelstücke ab
1870 finden Sie im Museum der Firma Alban.
Zum Tiergärtner Teich, Laubach
Öffnungszeiten nach Vereinbarung unter Tel.
06405-1514
-
Evangelische Stadtkirche:
Die Laubacher Stadtkirche ist
aus einer Marienkirche entstanden, die
erstmals 1057 erwähnt ist und verfügt mit
der 1747-1750 vom thüringischen Orgelbauer
Beck und Wagner erbauten Barockorgel über
eines der prachtvollsten Instrumente im
oberhessischen Raum.
Von April - Oktober: So., 15:00 Uhr –
18:00 Uhr Do. – Sa..; 10:00 Uhr – 18:00 Uhr
Von November – März: So., 15:00 Uhr – 17:00
Uhr Do., 10:00 Uhr – 17:00 Uhr
Sonder- und Gruppenführungen unter 06405-921
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Impressionen & Fotos von Laubach im
Vogelsberg
Für Urlauber und Erholungssuchende gibt es in
Laubach und den Ortsteilen Hotels,
Pensionen, Ferienwohnungen, und Ferienhäuser. Eine Auswahl finden Sie auch in unserem
Gastgeberverzeichnis unter dem nachfolgenden
Link:
Viel
Spaß im Vogelsberg und in Laubach !
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